Georg Büchner
Es kann kaum einen geeigneteren Namenspatron für einen in Darmstadt ansässigen Verlag für Wissenschaft und Kultur geben als Georg Büchner. Geboren wurde er am 17. Oktober 1813 zwar im südhessischen Goddelau, nach einem Umzug seiner Familie 1816 wurde Darmstadt jedoch seine eigentliche Heimatstadt. In dieser ist er auch heute noch vielfach präsent: So ist neben dem Georg-Büchner-Platz und dem Georg-Büchner-Buchladen auch eines der großen Darmstädter Gymnasien, die Georg-Büchner-Schule, nach ihm benannt. Vor allem ist es aber der hier verliehene Georg-Büchner-Preis, der bedeutendste deutsche Literaturpreis, der das Andenken an den Schriftsteller mit der Stadt verbindet.
In seinem kurzen Leben war Georg Büchner auf mehreren Gebieten aktiv, bevor er schon im Alter von 23 Jahren am 19. Februar 1873 in Zürich an Typhus starb. Zum einen widmete er sich der Wissenschaft. Er studierte Naturwissenschaften, Medizin und Philosophie in Gießen und Straßburg und erlangte in Zürich die Promotion. Es waren aber nicht seine wissenschaftlichen Leistungen, für die Büchner heute noch bekannt ist. Vielmehr haben ihm seine wenigen literarischen Werke zu seiner Bedeutung bis heute verholfen. Seine Stücke „Dantons Tod“, „Leonce und Lena“ und „Woyzeck“ sowie die Erzählung „Lenz“ gelten als Richtung weisend in der deutschen Literaturgeschichte.

