Holger Ostwald studierte Philosophie und Mathematik in Mainz, Kiel und Toulouse und unterrichtete Philosophie an der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg. Er veröffentlichte Beiträge u. a. zu Descartes und Nietzsche. Nach vielen Jahren in der Kommunikationsberatung – mit Projekten für zahlreiche namhafte Unternehmen – arbeitet er heute in der Unternehmenskommunikation eines weltweit tätigen Logistikdienstleisters. Seine fotografische Praxis begann früh: Mit sechs Jahren erhielt er von seinem Vater eine alte Zeiss Ikon. Aus dem ersten Staunen wurde eine dauerhafte Leidenschaft – getragen vom sorgfältigen Suchen und Auswählen, vom Vorbereiten und Bearbeiten der Bilder sowie von der Freude an der technischen Handhabung. Eine eigene Dunkelkammer gehörte lange dazu, bevor die digitale Fotografie das Analoge ablöste. Aus dieser Doppelperspektive – philosophisch geschult und fotografisch erfahren – schreibt Ostwald über Fotografie als Praxis des Blicks, die eine Haltung einfordert, als kulturelle Form und als Medium, das Denken und Wahrnehmen zugleich prägt.

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