
Staatstheoretiker Nicos Poulantzas (1936–1979) sah im Staat ein komplexes Kräfteverhältnis, an dem auch soziale Bewegungen partizipieren. Lange Zeit nahm dies die Linke zum Anlass, Parteien als gleichberechtigte Partner anzusehen. Denkt man Poulantzas jedoch radikal weiter, eröffnen seine Ideen eine neue politische Strategie: eine, die die Dynamik außerparlamentarischer Bewegungen ins Zentrum stellt, ohne dabei die Spielräume der staatlichen Institutionen zu vergessen. Die deutsche Klimabewegung sowie die Revoltierenden in Chile und Hongkong machten sich auf, diesen Ansatz in die Praxis zu übertragen. Eine Praxis, für die Reform und Revolution, Krawatte und Krawall, Sitzordnungen und Sabotage keine Widersprüche sind!
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Datum: 01.11.2026
Uhrzeit: 14 Uhr
Ort: Künstlerhaus in Nürnberg
Die Veranstaltung findet im Rahmen der 31. Linken Literaturmesse statt.