• 20. März 2026 16:30 - 17:30
Die Masters of War und die pazifistische Rebellion

Triumphierend wurde jüngst die militaristische »Zeitenwende« ausgerufen. Der Pazifismus könne also entsorgt werden; Frieden schaffen, das gehe nur mit Waffen! Jedoch: Die Masters of War müssen auf der Hut sein. Ihre bellizistischen Ideologien stehen auf tönernen Füßen. Denn der gewaltfreie Weg, der sich auf eine große Tradition berufen kann, ist eine subversive und mächtige Gegenkraft. Die Pazifistinnen und Pazifisten haben nicht nur die besseren Argumente.
Zeigt denn nicht die Zeitgeschichte, dass ziviler Widerstand am Ende deutlich erfolgreicher ist als der Weg der Gewalt? Dass er zukunftsgerechter ist? Nicht zuletzt aus ökologischen Gründen? Ist die soziale Verteidigung – und nicht die militärische – der einzig vertretbare Weg? Wie können wir uns der Aufgabe stellen, uns von jedweder militärischen Logik radikal zu verabschieden? Und wie wird Pazifismus mehr als nur Sand im Getriebe der Mächtigen? Wie grundsätzlich nötig ist eine radikale pazifistische Ethik? Wie kann eine »pazifistischen Rebellion« letztendlich gelingen?
Über diese und andere Fragen diskutieren die Friedensforscherin Christine Schweitzer und die beiden Autoren Bruno Kern und Wigbert Tocha, deren aktuelle Bücher im Marburger Büchner-Verlag erschienen sind. Kerns »… den Krieg gründlich verlernen« und Tochas »Friedenstüchtig werden. Überredung zum Pazifismus« sind flammende Plädoyers für den pazifistischen Weg. Die Moderation übernimmt Verlegerin Sabine Manke vom Büchner-Verlag.

Ort: Haus der Demokratie Leipzig e.V.

Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig