
Das Verhältnis zwischen Ost- und Westdeutschland scheint noch immer geprägt von Vorurteilen und beharrlich gepflegtem Unwissen. Die Autorin Eva-Maria Siegel, selbst im Osten aufgewachsen und mittlerweile in Köln lebend, hat mit 15 »Ostfrauen« über ihre Lebenswege zwischen Ost und West gesprochen. Gelungen sind ihr eindringliche Porträts »ganz normaler« Menschen. Die Erzählungen der Ausgewiesenen und Ausgereisten reichen von fest verwurzelten Ost-Lebensläufen bis zu solchen, die über Erfahrungen in beiden Systemen verfügen. Was in der Zeitenwende 1989 – und vor allem in den Ereignissen danach – geprägt wurde, ragt bis in die Gegenwart hinein.
Im Gespräch mit Ulrike Bertus (Haus der Demokratie), die es von Norddeutschland in den Osten gezogen hat, schafft Eva-Maria Siegel endlich Sichtbarkeit für bislang Unerzähltes.
Ort: Haus der Demokratie Leipzig e.V.
Bernhard-Göring-Straße 152, 04277 Leipzig