John K. Dickinson
Dr. John K. Dickinson, geb. 1918 in Highland Park, Michigan, gest. 15. Februar 2010 in Cambridge, Massachusetts. Vor dem Zweiten Weltkrieg nahm er ein Studium der Mathematik und Physik an der Brown University in Providence auf, das er nicht zum Abschluss brachte. Dickinson war ein überzeugter Pazifist. Für seine Ablehnung, den Militärdienst anzutreten, die nicht als Kriegsdienstverweigerung aus Gewissensgründen anerkannt wurde, verbüßte er eine 14-monatige Haftstrafe, gefolgt von einer Strafaussetzung zur Arbeit als Krankenpfleger. Im Jahr 1963 promovierte er bei dem Soziologen Heinz Maus mit einer Dissertationsschrift über den Freihandelstheoretiker William Graham Sumner, wodurch ihm eine akademische Laufbahn in den USA ermöglicht wurde, die ihn schließlich zur University of Massachusetts in Boston führte. Neben der englischen Ausgabe German and Jew (1967), von der das amerikanische Magazin Choice sagte, es sei »mit dem Können und Stil eines hervorragenden Romanciers geschrieben«, hat er vor allem Aufsätze veröffentlicht, u.a. in den Zeitschriften Journal of Educational Theory, Liberation, Psychiatry, Science and Society und Studies on the Left. Sein literarischer Nachlass befindet sich in der Handschriftensammlung der Marburger Universitätsbibliothek, so auch ein unveröffentlichtes Buchmanuskript zu Ernst Bloch.
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