Wie lässt sich mit TikToks intransparenter Plattformpolitik umgehen? Dieser Frage nähern sich die beiden Autorinnen Isabelle Sarther (»Infrastrukturen des Erinnerns und Vergessens«, erschienen Februar 2025 im Büchner-Verlag) und Julia Fischer (»Soziale Medien als ›sicherer‹ Raum?«, erschienen Februar 2026 im Büchner-Verlag) aus regulatorischer und zivilgesellschaftlicher Perspektive.
Auf regulatorischer Ebene soll der Digital Services Act (DSA) die Marktmacht großer Plattformen wie TikTok durch Transparenzauflagen einschränken. Diese schaffen Grundlagen für Aufsicht und Begrenzung von Macht, sind jedoch nur ein Anfang. Zivilgesellschaftliche Akteur*innen wie Tara Louise Wittwer oder das Vagina Museum entwickeln Strategien, um intransparenter Inhaltsmoderation zu begegnen und Bildungsarbeit zu leisten, ohne der Aufmerksamkeitsökonomie TikToks zu dienen. Die Zusammenschau beider Perspektiven macht deutlich: (In-)Transparenz ist zentral für die Geschäftsmodelle privatisierter Plattformen – zugleich entstehen Praktiken, die sich dieser Politik widersetzten und sie sichtbar machen.
Moderation: Mendina Scholte-Reh
Weitere Informationen hier. Die genaue Uhrzeit der Veranstaltung wird noch bekanntgegeben.