
Ernest Feydeau: Fanny
ISBN 978-3-96317-457-5 (Print)
24,00 € (Print)
ISBN 978-3-7552-1040-5 (ePDF)
19,00 € (ePDF)
@ Büchner-Verlag, Marburg, Erscheinungstermin: 21. Oktober 2026.
= Reihe Alfred Wolfensteins Kleine Bibliothek der Weltliteratur, Band 10
Der Roman Fanny von 1858 – hier in der Übersetzung Alfred Wolfensteins von 1911 neu aufgelegt – begründet den literarischen Erfolg des Schriftstellers Ernest-Aimé Feydeau (1821–1873). Darin beschreibt er mit großer Beobachtungsgabe, mit scharfem, realistischem Blick die französische Oberschicht und ihre Dekadenz, wobei er nicht davor zurückschreckt, auch intimste Momente einer Ménage-à-trois zu schildern.
Insbesondere die Balkonszene, in der Fanny sich dem betrogenen Gatten anbietet, treibt den getäuschten Geliebten in taumelnde Raserei, in der dieser versucht, Selbstmord zu begehen, was allerdings misslingt. Er zieht sich in ein einsames Haus am Meer zurück und schreibt sich seinen Seelenschmerz infolge der verlorenen Liebe von der Seele.
Feydeau kommen Zweifel, ob er die Realistik derartiger Szenen einer Dreiecksbeziehung dem Lesepublikum zumuten kann und darf. Er hat Sorgen wegen eines handfesten Skandals. Diese Skrupel teilt er dem Kollegen und Freund Gustave Flaubert mit, die in die Frage nach einer generellen Veröffentlichung münden. Flaubert fordert die Drucklegung und droht bei Nichtbefolgung gar mit der Aufkündigung ihrer Freundschaft. Feydeau gehorcht und der Roman evoziert den vorhergesagten Eklat. So erweist sich Fanny angesichts der literarischen Kühnheit nicht nur als Grundstein von Feydeaus Erfolg, sondern auch als heute noch immer sehr lesenswertes Werk.
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