
Die Medien-Immersionen der Anderen
Feministische, kritisch-phänomenologische Perspektiven
ISBN 978-3-96317-447-6 (Print)
49,- € (Print)
© Büchner-Verlag, Marburg, erscheint im Sommer 2026.
Das Buch untersucht Modellierungen der sogenannten ›immersiven‹ Rezeptionshaltung in Film-, Bild und Medienkulturen kritisch auf ihre problematischen Otherings. Anhand zahlreicher Fallbeispiele zeichnet Laura Mücke nach, wie herabwürdigende Topoi – wie solche der ›naiven Zuschauer_in‹, der ›gutgläubigen Migrant_innen‹ oder der ›indoktrinierbaren Arbeitslosen‹ – von Debatten über das Panorama-Bild im 19. Jahrhundert bis in heutige Diskurse zu ›Sozialen Medien‹ weitertradiert werden. Die vermeintlich universale, lineare Entwicklungs- und Mythisierungsgeschichte des Medialen wird dadurch als normative Fiktion einer vermeintlich omnipotenten Gesellschaft enttarnt. Und es zeigt sich, dass zentrale Begriffe der Medien- und Kunsttheorie selbst einem weiß und patriarchal geprägten, Ausschluss produzierenden Idealmodell subjekttheoretischer Souveränität folgen, das prekäre Subjektpositionen als das zu verurteilende ›Andere‹ deklariert.
Das Buch setzt diesen Perspektiven das Plädoyer entgegen, künftig eine Theoriebildung möglich zu machen, die von schwachen und abhängigen Subjektpositionen ausgeht und komplexe, ambivalente, gemischte Gefühle – wie das der ›Immersionsscham‹ – zum Ausgangpunkt des Denkens macht.
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